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Förderkreis Richard-Strauss-Festspiele Garmisch-Partenkirchen e.V. | |||||||||||||||||||
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JugendJugendinitiative des Förderkreises: "sTRAUssunDICH" Konzertsaison 2007/2008 Eröffnung der Konzertsaison im Richard-Strauss-Institut (RSI) am 20. Oktober 2007 Bereits zum achten Mal ist das Richard-Strauss-Institut Garmisch Partenkirchen in die musikalische Veranstaltungsreihe gestartet. Das Programm 2007/2008 ist unterhaltsam und reicht vom Soloabend bis hin zum orchestralen Ensemblekonzert. Den Auftakt der Saison machte das „Aperto Piano Quartett“. Dieses Quartett hat breite Erfahrung mit Kammermusikkonzerten und stand bereits auf den bedeutendsten Bühnen der Welt, wie die Carnegie Hall in New York oder die Philharmonie in Berlin. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in den Abend durch Hausherrn Christian Wolf betraten die Künstler die Bühne. Gernot Süßmuth (Violine), Hans-Jakob Eschenburg (Violoncello), Stefan Fehlandt (Viola) und Frank-Immo Zichner (Klavier) ließen die ersten Töne erklingen: Klavierquartett c-Moll op.13 von Richard Strauss. Dieses Stück schrieb Strauss für einen Kompositionswettbewerb, den er mit diesem Klavierquartett auch für sich entscheiden konnte. Bei diesem Quartett orientierte er sich an der Brahm’schen Kompositionstechnik. Der erste Satz (Allegro) erinnert stark an das Klavierquartett op.25 in g-Moll von Brahms. Deshalb hat Strauss sehr bewegt und schwungvoll komponiert, wie es Brahms sicher gefallen hätte. Den darauf folgenden Satz (Scherzo, Presto) hat er mit viel Witz geschrieben, was nicht nur den Musikern, sondern auch den Zuhörern Freude bereitete. Durch vereinzelte Solostellen während des ganzen Konzertes konnte jeder der Musiker sein Können unter Beweis stellen. Nach einer kurzen Sektpause fanden sich alle wieder gespannt zum zweiten Teil des Konzertes im kleinen Saal des RSI ein. Auf dem Programm stand nun das Klavierquartett op. 15 in c-Moll von Gabriel Fauré. Ganz im Gegensatz zu Strauss war Fauré nicht gerade ein Liebhaber der Kompositionen von Johannes Brahms. Er hatte seinen ganz individuellen Musikgeschmack. Erstaunlich hierbei ist jedoch, dass trotz dieser unterschiedlichen Auffassungen hörbare und auch vom äußeren Aufbau Parallelen gezogen werden können. Der Aufbau beider Stücke lässt sich wie eine spannende Geschichte beschreiben. Zur Mitte hin spürt man förmlich den Höhepunkt des Werkes im Allegro vivo. Zum Schluss gab es reichlichen Beifall, den sich die Musiker redlich verdient hatten. Das Publikum war sogar so begeistert, dass sie in einer Generalpause des als Zugabe nochmals gespielten Scherzos von Fauré, mit lauten Beifallrufen unterbrachen. Ein wirklich gelungenes Konzert.
Interview mit den Musikern des "Aperto Piano Quartett" Frank–Immo Zichner, der Pianist des Aperto Piano Quartetts, kennt den Bratschisten Stefan Hans–Jakob Eschenburg, der Cellist, hat für Jugendliche, die selber in einem Esemble spielen wollen, folgenden Tipp: Ganz viel zusammen üben und immer gut auf einander hören! Falls er nie wieder Cello spielen könnte, würde er entweder ein anderes Instrument lernen oder singen – auf jeden Fall weiterhin viel Musik machen. Aktuelle Popmusik ist nicht so ganz sein Stil: Er hört sie sehr selten und spielen tut er allerhöchstens einmal Filmmusik in einem Orchester. Er kennt Apocalyptica und findet das eine lustige Sache, aber leider war er noch nie auf einem Konzert. J.S.Bach spielt in Eschenburgs musikalischem Leben eine wichtige Rolle, denn er hat sein Lieblingsmusikstück geschrieben. Er meint, in diesem Werk wäre alles drin, was man zum Leben braucht. Aus der Mitte heraus Sopran oder Bass spielen zu können – genau das reitzt Stefan Fehlandt an der Bratsche. Er findet Bratschen–Witze prima, kann sie sich aber leider nur nicht merken. Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, ist für ihn nicht besonders schwer. Es sei einfach eine reine Gewöhnungssache und man kann lernen, damit klarzukommen. Außerdem sind seine Kinder schon größer und freuen sich immer, wenn er wiederkommt. Wenn S. Fehlandt mal gerade nich auf Tournee ist, liest, segelt und wandert er gerne und auch das Radfahren zählt zu seinen Hobbys. Gernot Süßmuth hat im Alter von 7 Jahren angefangen, Geige zu spielen. Dass er einmal Profimusiker werden würde, daran hätte er aber damals nicht im Traum gedacht. G. Süßmuth spielt viel lieber in einer Gruppe, denn als Solist. Er findet, in einer Gruppe müsse man sehr viel perfekter spielen und außerdem könne man so viel besser kommunizieren. Nach seiner Erklärung üben Profimusiker, wenn sie Zeit haben, dann aber meist ziemlich lange, da sie an der Technik feilen. Das geht der Familie häufig sehr auf die Nerven, aber da müssen sie nun mal durch. G. Süßmuths Traumschüler kann zwar gerne die Modellmaße 90-60-90 haben, darf aber auch all die Qualitäten besitzen, die einen wirklich guten Geigenspieler ausmachen. Dabei bedauert er es, dass so wenige Jungen das Geigespielen lernen.
Orchesterresidenz des European Union Youth Orchestra zum dritten Mal in Garmisch- Partenkirchen, März 2008 Hier finden Sie das Interview mit Vladimir Ashkenazy als pdf-Datei. Hier finden Sie das Interview mit Arabella Steinbacher als pdf-Datei. Vanessa Listl im Gespräch mit dem berühmten Dirigenten & Pianisten Vladimir Ashkenazy Hier finden Sie das Interview mit Vladimir Ashkenazy als pdf-Datei. |
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